Aufgabenstellung

Ziel und Anlass der Auslobung ist es, durch die künstlerische Gestaltung den Raum zu aktivieren.

Gesucht werden künstlerische Arbeiten, die den Ort in seinem öffentlichen Charakter stützen, ihm eine eindeutige räumliche Präsenz zuschreiben und die Aufenthaltsqualität signifikant verbessern.
Der Ort soll ein authentischer, städtebaulicher Baustein des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg werden, der zugleich mit den Spannungen umgehen und ein Bewusstsein für Gegensätze aufzeigen kann, ohne sie auszuschließen.

Es ist ausdrücklich gewünscht, dass der transformative, hochdynamische Charakter und die vielfältige Kiezkultur die Grundlagen des Konzeptes der künstlerischen Arbeit sind. Die Aufgabenstellung erfordert daher eine intensive künstlerische und konzeptionelle Auseinandersetzung mit den Anforderungen des Ortes. Gewünscht ist ferner, dass das Kunstwerk einen zukunftsweisenden Ausdruck aufweist.

Für die Wettbewerbsaufgabe stehen die ausgewiesenen Flächen der Plattform, die Treppenanlage einschließlich der Treppenwangen sowie die umlaufenden Fassadenbänder zur Verfügung.
In die Arbeiten können alle ausgelobten Flächen, innerhalb der vorausgesetzten notwendigen Restriktionen in Art und Maß der Nutzung, frei einbezogen und bearbeitet werden.

Die Plattform des Gebäudesockels (1. Obergeschoss) und die Treppenanlage bestehen bereits als Bauwerk und fungieren als infrastrukturelles Gelenk zwischen der Warschauer Brücke, der East Side Mall, der Tamara-Danz-Straße und dem zukünftigen Eingang des EDGE East Side. In naher Zukunft werden an diesem Ort bis zu 10.000 Besucher/innen täglich erwartet. Innerhalb des Bauprozesses werden die Flächen unterhalb der Plattform nutzbar gemacht und die Fassade auf der Erdgeschossebene umlaufend ergänzt. Diese Fassadenbänder im Erdgeschosse (auf der Nord-, Ost- und Südseite umlaufend) bestehen aus Beton- und Glaselementen und können ebenfalls in vollem Umfang als Wettbewerbsfläche bearbeitet werden.

Neben den ausgelobten außenliegenden Flächen können optional die innenliegenden Wandflächen des öffentlich genutzten Foyers und des Fahrrad-Parkhauses in das Konzept einbezogen werden

Die Wahl der Standorte, der Flächen sowie eines oder mehrerer zueinander in Bezug stehender Objekte (Installationen) und/oder gestalteter Flächen ist den Teilnehmenden freigestellt.

Das Kunstwerk soll einen dauerhaften Charakter erhalten, einen geringen Pflege- und Wartungsaufwand sowie möglichst präzise definierte Eingriffe in die Baukonstruktion erfordern.

Die im Rahmen des Wettbewerbs vorgelegten Konzepte müssen sowohl die festgelegte barrierefreie Zuwegung sowie die Brandschutz- und Aufstellflächen weiterhin gewährleisten.

Das Kunstwerk soll bis 2023 realisiert sein. Für die gesamtkünstlerische Leistung und Umsetzung stehen insgesamt max. 350.000 Euro (netto) zur Verfügung (Planung und Ausführung einschließlich aller Nachweise, Gutachten und Nebenkosten).

Wettbewerbsverfahren

Der Wettbewerb ist als zweiphasiger, offener künstlerischer Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren, europaweit ausgelobt. Das Verfahren wird entsprechend den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) soweit anwendbar durchgeführt. Die Ausschreibung folgt den Empfehlungen des Leitfadens – Kunst am Bau (BMVBS 2013).

Das Wettbewerbsverfahren (1. und 2. Phase) wird anonym durchgeführt.
Der Zulassungsbereich umfasst die Bundesrepublik Deutschland und Europa.

Bewerbungsverfahren
Das Bewerbungsverfahren ist offen, die Eignung der Teilnehmer wird im Vorfeld des Wettbewerbsverfahren geprüft. Bewerbungsschluss ist der 10.12.2020.

Wettbewerbsphase 1
Die 1. Wettbewerbsphase dient der Erarbeitung von konzeptionellen Ansätzen und Ideen und fordert die künstlerische Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung. In dieser Phase sind bildhafte Darstellungen der konzeptionellen Ansätze und Gestaltungsideen für die Präsentation im Preisgericht gewünscht. Es sollen bis zu 20 mindestens jedoch 15 Teilnehmer ausgewählt werden.

Wettbewerbsphase 2
Die 2. Wettbewerbsphase dient der Weiterentwicklung und Konkretisierung der künstlerischen Idee aus der ersten Phase, vor allem in Hinblick auf gestalterische Umsetzung, technische Machbarkeit, Materialität und Einhaltung des Kostenrahmens.

Bearbeitungshonorar / Preise
Die Teilnehmer der 1. Phase des Wettbewerbs erhalten kein Bearbeitungshonorar. Teilnehmer, die vom Preisgericht für die 2. Phase ausgewählt werden und eine den Wettbewerbsbedingungen entsprechende, prüffähige Arbeit einreichen, erhalten ein einmaliges Bearbeitungshonorar in Höhe von 2.000,- Euro (netto). Für Preise und Anerkennungen der ausgezeichneten Arbeiten der 2. Phase stehen insgesamt 20.000,- Euro (netto) als Preissumme zur Verfügung.

Anonymität
Das Wettbewerbsverfahren wird in allen Wettbewerbsphasen anonym durchgeführt.

Zulassungsbereich
Der Zulassungsbereich umfasst die Bundesrepublik Deutschland und Europa.

Kommunikation
Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Sollten Erläuterungstexte zusätzlich in englischer Sprache eingereicht werden, stellt dies keine Ausschlusskriterium dar.

Rückfragen

Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über die Projekthomepage www.eastside-competition.com. Rückfragen senden Sie bitte an: rueckfragen@eastside-competition.com